Individualpädagogische Intensivbetreuung
Hilfen zur Erziehung nach § 27 SGB VIII

Raum für junge Menschen, die ankommen.

Individualpädagogische Hilfen für junge Menschen mit komplexem Hilfebedarf — beziehungsorientiert, individuell und fachlich angebunden.

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Leistungsprofil
Flexible individualpädagogische Betreuungssettings
Mit klarer Perspektivplanung und fachlicher Anbindung
Arbeitsweise
Bindungsfokussiert
Wenige Bezugspersonen · hohe Kontinuität
Reichweite
Bundesweit
Standort Schleswig-Holstein
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Leistungsangebot
Mobile Klärung. Stationäre Perspektiven.
Fachliche Begleitung.
Mobile Hilfen
Reise · Clearing · Übergang
§ 27 SGB VIII · bei Jugendlichen insbesondere i. V. m. § 35 SGB VIII
bei Bedarf Übergang
Stationäre Hilfen
individualpädagogische Intensivsettings
§ 27 i. V. m. § 34 SGB VIII
Integrierte Begleitstruktur
fachlich angebunden · bedarfsgerecht eingebunden
Fachliche Steuerung
Fallsteuerung & KoordinationHilfeplanbezugDokumentation & Berichtswesen
Schutz & Reflexion
Krisenstruktur & RufbereitschaftFallreflexion & SupervisionExterne Fachberatung
Lebenswelt & Entwicklung
Eltern- & SystemarbeitDigitale LebensweltenBewegung & RegulationBildung & Perspektivarbeit
01
Mobile Hilfen
Reise-, Clearing- und Übergangsmaßnahmen bieten einen mobilen individualpädagogischen Rahmen, wenn bestehende Hilfen nicht mehr tragen, Abstand notwendig ist oder zunächst geklärt werden muss, welche Anschlussstruktur fachlich passend ist. Die konkrete Rechtsgrundlage und Ausgestaltung richten sich nach Alter, Hilfebedarf und Hilfeplanung.
Reise · Clearing · Übergang
02
Stationäre Hilfen
Stationäre individualpädagogische Intensivsettings nach § 27 i. V. m. § 34 SGB VIII bieten einen verlässlichen Lebensort mit Beziehung, Schutz, Struktur und individueller Hilfeplanung — bewusst nicht als klassische Regelgruppe.
Stationäres Angebot im AufbauDas erste individualpädagogische Kleinstsetting von SPIELRAUM befindet sich derzeit im Betriebserlaubnisverfahren. Fachlicher Austausch und Vormerkungen sind bereits möglich. Eine Aufnahme erfolgt erst nach Vorliegen der erforderlichen Betriebserlaubnis und Prüfung der individuellen Passung.
individualpädagogische Intensivsettings
03
Integrierte Begleitstruktur
Die Hilfen bleiben fachlich angebunden: durch klare Verantwortlichkeiten, Hilfeplanbezug, Dokumentation, Fallsteuerung, Krisenstruktur, Fallreflexion und externe Fachberatung. Die Struktur wird je nach Bedarf, Hilfeplanung und Fallverlauf eingebunden.
fachlich angebunden · bedarfsgerecht eingebunden
Hinweis: Hilfen können im Einzelfall auch im Kontext von § 35a SGB VIII oder § 41 SGB VIII geprüft werden. Bei entsprechender Bedarfslage kann im Einzelfall auch eine Leistung im Kontext eines Teilhabebedarfs nach § 99 SGB IX in Verbindung mit § 113 SGB IX geprüft werden, sofern Zuständigkeit, Gesamt- beziehungsweise Teilhabeplanung, Setting, personelle Voraussetzungen sowie eine einzelfallbezogene Leistungs- und Vergütungsvereinbarung zusammenpassen.
Wirksamkeit
Was die Forschung zeigt.

Individualpädagogische Hilfen mit hoher Beziehungs- und Personalkontinuität können nachweislich positive Wirkungen entfalten – insbesondere, wenn sie ausreichend Zeit erhalten. SPIELRAUM orientiert sein Handeln an diesen Erkenntnissen, ohne daraus Erfolgsversprechen für den Einzelfall abzuleiten. Pädagogische Entwicklung ist komplex und verläuft nicht linear.

ca.17%
der Jugendhilfeklientel wechseln sehr häufig Einrichtungen
Macsenaere, 2018
7–12Monate
bis ISE-Maßnahmen regelmäßig hohe Effektstärken zeigen
Weitere Steigerungen sind bei längeren Hilfeverläufen möglich.
Macsenaere / IKJ · Hilfedauer und Erfolg
60–90%
deutlich positive Effekte auf den Hilfeverlauf bei individualpädagogischen Maßnahmen über 6 Monate
Klawe, 2010 · Klein et al., 2011
Wie wir arbeiten
Fünf Phasen.
Ein Ziel: echte Stabilität.

Die Betreuungsarbeit gliedert sich in fünf Phasen — nicht als starres Programm, sondern als Orientierungsrahmen. Phasen können wiederholt oder übersprungen werden. Entscheidend ist der individuelle Verlauf, nicht die formale Zuordnung.

01
Ankommen
Stabilisierung in einer ersten tragfähigen Situation. Hoher Ressourceneinsatz, agiles Setting, Raum für Krisen.
02
Orientieren
Biografie und Bedarf verstehen. Betreuungsbeziehung aufbauen. Integrierte Begleitstruktur bedarfsgerecht einbinden.
03
Wachsen
Erste gemeinsam vereinbarte Ziele. Kleinschrittig, angepasst, ohne Erfolgsdruck. Selbstwirksamkeit erleben.
04
Erkunden
Soziale Exploration. Größere Ziele — von der Schule bis zum ersten Hobby. Möglichst selbstbestimmt und gemeinsam vereinbart.
05
Loslösen
Begleitete Verselbstständigung. Perspektivplanung. Möglichst beziehungsschonend gestalteter Übergang.
Digitale Lebenswelten
Digitale Lebenswelten & Medienkompetenz.

Digitale Räume sind für viele junge Menschen reale Alltagsräume. Dort entstehen Kontakte, Zugehörigkeit, Konflikte, Rückzug, Anerkennung und Selbstbilder. SPIELRAUM Jugendhilfe nimmt diese Lebenswelten ernst und verbindet Medienkompetenz mit Schutz, Struktur, Selbststeuerung und Beziehungsgestaltung.

Entscheidend ist nicht die App oder der Spieltitel, sondern die konkrete Nutzung: Kontakte, Chats, Plattformwechsel, Schlaf, Selbstwert, Bilder, Standortfreigaben und mögliche Schutzrisiken.

Digitale Lebenswelten Gaming-Communitys Medienpädagogik Kinderschutz digital Bewegung & Regulation Ausgleichsbewegung & Ernährung
Praxishilfe „Digitale Lebenswelten“ (PDF)

Die Lebenswirklichkeit vieler Jugendlicher hat sich verändert: Vorbilder und Gruppenidentität entstehen heute vielfach über digitale Plattformen — YouTube, TikTok, Twitch, Instagram. Wer dieselben Creators kennt, teilt eine Sprache, Referenzen und eine Weltsicht. Das ist keine Bewertung — es ist eine pädagogisch relevante Beobachtung, die bestimmt, wie und wo Beziehung entstehen kann.

Medienkompetenz der Betreuenden ist auch Kinderschutz — wer digitale Räume nicht kennt, erkennt keine Warnsignale für Grooming, Radikalisierung oder Sextortion.
Bewegung, Ausgleich und Regulation ergänzen die Arbeit mit digitalen Lebenswelten — als Gegenpol zu digitaler Intensität und als Erfahrung von Selbstwirksamkeit.
Offene Stellen
Wir suchen Menschen, nicht Lebensläufe.
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Flensburg, Schleswig-Holstein
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